Die Platzierung des Implantats kann entweder submuskulär (unter dem Brustmuskel) oder subglandulär (über dem Brustmuskel, direkt hinter dem Brustgewebe) erfolgen. Beide Varianten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die bei der Planung des Eingriffs genau berücksichtigt werden.
• Submuskuläre Platzierung: Bei der submuskulären Technik wird das Implantat unter dem Brustmuskel platziert. Diese Methode sorgt für ein natürliches Aussehen der Brust, da der Muskel das Implantat zusätzlich abdeckt. Die submuskuläre Platzierung wird häufig bei Patientinnen mit weniger natürlichem Brustgewebe empfohlen, da sie das Risiko von sichtbaren Implantatkanten (Rippling) minimiert. Die Abdeckung durch den Muskel kann außerdem das Risiko einer Kapselkontraktur, einer möglichen Verhärtung des Gewebes um das Implantat, reduzieren. Nachteilig kann sein, dass diese Technik eine etwas längere Heilungszeit erfordert und am Anfang leichte Spannungsgefühle auftreten können.
• Subglanduläre Platzierung: Hier wird das Implantat über dem Brustmuskel und direkt hinter dem Brustgewebe platziert. Diese Methode eignet sich besonders für Patientinnen mit ausreichend natürlichem Brustgewebe, das das Implantat auf natürliche Weise bedeckt. Die Heilung ist meist etwas schneller und die Platzierung kann bei sportlich aktiven Patientinnen vorteilhaft sein, da der Brustmuskel nicht betroffen ist. Allerdings besteht hier ein etwas höheres Risiko für sichtbare Kantenbildung, insbesondere bei sehr schlanken Patientinnen mit geringem Eigengewebe.
Die Entscheidung über die Platzierung wird stets individuell getroffen, basierend auf der Körperstatur und den gewünschten ästhetischen Ergebnissen.